Monatsarchiv: Dezember 2011

Frohe Weihnachten und auf eine muntere Fortsetzung des Literaturkreises im neuen Jahr!

Wir können stolz sein auf das Fazit am Jahresende: Der Literaturkreis Göggingen ist 2011 eine Erfolgsgeschichte – und zum Glück müssen wir uns nicht auf  „Monographie“ oder „Trilogie“ festlegen, sondern es handelt sich definitiv um die Kategorie „Fortsetzungsgeschichte“. 

Ihnen allen frohe Weihnachten, ein paar ruhige Stunden mit guter Lektüre in den Weihnachtsferien und ein gesundes Wiedersehen im neuen Jahr…

…und ein bißchen weniger Enttäuschung über „falsche“ Weihnachtsgeschenke als in „Das verborgene Wort“ von Ulla Hahn: Zu Weihnachten wünscht Hildegard sich eine Geige. Diese entpuppt sich als „Quetschebüggel“ und nicht nur das Instrument ist „falsch“ – wie könnte es anders sein, auch die Musik scheidet die Geister: Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, aber die von Hildegard und ihren Eltern und Großeltern ganz besonders. So kann sich an den klassischen Stücken nur das Mädchen erfreuen, was sich am 70. Geburtstag des Großvaters zuspitzt – wie sie sich in ihrer unnachahmlichen Art vom Zwang, „volkstümliche Weisen“ zu spielen, befreit, dürfen Sie selbst nachlesen, oder aber Sie fragen beim nächsten Mal in die Literaturkreisrunde… Fortsetzung folgt!

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Einladung für den 12. Januar 2012 und Rückschau

Eine Broschüre der Neuen Stadtbücherei Augsburg trägt den Titel „Lesen. Lernen. Leben“  – Das könnte auch das Motto von „dat Heldejaad“ sein. Mit ihr werden wir uns am 12. Januar im zweiten Roman der als Lyrikerin bekannten Ulla Hahn beschäftigen: In „Das verborgene Wort“, 2001 erschienen, verändert das Lesen das Leben der in einfachen Verhältnissen in den 1950er Jahren aufgewachsenen Hildegard sprich „dat Heldejaad“. Sie liest aus Buchsteinen (oder sind es doch einfache Rheinkiesel?) und ihre Eltern und Verwandten schieben alle vermeintlichen Verrücktheiten darauf, dass sie ja unbedingt nicht mehr „en de scholl“, sondern „op de scholl“ gehen wollte.

Kurze Rückschau auf den Literaturkreis zu Henning Mankell „Die italienischen Schuhe“ im Dezember: Recht konstruiert kam uns die skurrile Anhäufung seltsamer Existenzen rund um Fredrik vor, den Arzt, der sich nach einem Kunstfehler in die Einsamkeit einer Schäreninsel zurückgezogen hat. In gewohnt gekonnter Erzählweise bleibt die positive Entwicklung von der Isolation wieder hin zu den Menschen eine nordisch melancholische, leise, teilweise in Symbolen ausgedrückte (z.B. der dann doch abgetragene Ameisenhügel im Haus hat uns recht beeindruckt).
P.S. Kenneth Branagh will das Buch mit Anthony Hopkins in der Rolle des Fredrik verfilmen.

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Für Zwischendurch

In „Das verborgene Wort“ von Ulla Hahn breiten sich u.a. wunderschön Leseerfahrungen aus. Unter anderem spielt „Nathan der Weise“ von Lessing eine Rolle – deshalb ein Tipp für Zwischendurch: Entdecken Sie den Klassiker wieder neu. Mirjam Pressler hat eine Romanfassung (nicht nur) für Jugendliche geschrieben, die genauso heißt – mit Änderungen und wie in der Nachbemerkung angeführt, um die Personen in eine soziale Wirklichkeit einzubetten und einen möglichen Alltag lebendiger zu beschreiben.

 

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