Monatsarchiv: März 2012

Vorschau auf April: Der Liebeswunsch

Am 12. April besprechen wir den Roman Der Liebeswunsch von Dieter Wellershoff. Liebeswünsche des einen sind nicht immer kompatibel mit denen des anderen – und die Komplexität der Wünsche im Roman spielt sich in einem Viereck zwischen Freundschaftsritualen und Ehealltag ab: Marlene verlässt Leonhard und heiratet dessen Freund, während Leonhard die viel jüngere Studentin Anja ehelicht. Auf Grundlage des Romans ist ein Film mit Tobias Moretti, Jessica Schwarz, Ulrich Thomsen und Barbara Auer entstanden, der an diesem Mittwoch, 14. März, um 20.15 Uhr in der ARD läuft, quasi pünktlich zur Vorbereitung des nächsten Literaturkreistreffens.

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Rückschau auf Kate Atkinson: Das vergessene Kind

Das vergessene Kind

Bereits der Titel stieß bei der Erörterung des Buches von Kate Atkinson bei einigen Teilnehmern auf Unverständnis.  Wäre nicht „D a s v e r k a u f t e K i n d“ passender gewesen ?
Nun: Konsens war, dass die Titel vom Verlag bestimmt werden.
Dazu noch die P a r a l l e l h a n d l u n g e n des Buches – auch typisch für den Debütroman „Das Familienalbum“ der Autorin – veranlasste manchen Leser spätestens nach der Hälfte des Buches auf „den Rest“ zu verzichten oder „sich so etwas nicht mehr anzutun“.
Währenddessen faszinierte dieser „stille Krimi ohne Blutvergießen“ mit seinen Parallelhandlungen, Z e i t s p r ü n g e n von 1975 bis heute und D e t a i l v e r l i e b t h e i t e n eine Leserin. Auch der „unterkühlte, englische H u m o r“ wie beispielsweise auf Seite 399: „Wer ist das ?“ „Niemand“, fand Gefallen.
Schließlich noch der Schreibstil: K l a m m e r a u f, K l a m m e r z u. Fand ein Leserin diese „Klammerei“ vollkommen überflüssig, ja sogar „störend“ beim Lesefluss, war eine andere davon begeistert. Ebenso die Anhäufung von E i n – Z w e i – und D r e i w o r t s ä t z e n („Plärrend“,“Ins Gehirn“ oder „Durch das Trommelfell“), den die Schriftstellerin insbesondere für eine der Hauptfiguren verwendete, wurde zum Einen als „naiv, einfach und oberflächlich“ und zum Anderen als „famos“ und „genial“ bezeichnet.

Tja, „De gustibus non est disputandum“ oder „Über Geschmack kann man nicht streiten (?).

von Petra Franek

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