Monatsarchiv: April 2013

Siri Hustvedt an der Universität Augsburg

Eine wunderbare Ergänzung für den Literaturkreis im Mai!

Gut drei Jahre nach ihrem ersten Besuch  kommt die renommierte amerikanische Schriftstellerin Siri Hustvedt am 10. Mai 2013 bereits zum zweiten Mal als Gast des Lehrstuhls für Amerikanistik (Prof. Dr. Hubert Zapf) und des Elitestudiengangs Ethik der Textkulturen an die Universität Augsburg. 

Die Öffentlichkeit ist sowohl zu einem Vortrag mit dem Titel „Why One Story and Not Another?“ eingeladen, den Siri Hustvedt am Vormittag (Beginn 11.00 Uhr in HS II) halten wird, als auch zu einer Abendveranstaltung (Beginn 19.00 Uhr in HS I), bei der die Schriftstellerin aus ihrem Werk lesen wird. 

Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich.

weitere Informationen siehe: http://www.presse.uni-augsburg.de/de/unipressedienst/2013/april-juni/2013_064

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Rückschau: Amy Tan, Der Geist der Madame Chen

Bibi Chen, eine exzentrische Chinesin, die schon lange in San Francisco lebt und dort einen Antiquitätenladen betreibt, organisiert für sich und zwölf ihrer amerikanischen Freunde eine Reise nach Birma (Myanmar). Kurz vor Urlaubsantritt kommt Madame Chen aber unter mysteriösen Umständen ums Leben.
Allerdings kann sie als Geist mit „himmlischen Augen und Ohren“ und mit der „Gabe, die Herzen zu durchschauen“, sämtliche Geschehnisse beobachten.
So muss sie zusehen, dass ihre detaillierten Pläne auf der Reise nicht umgesetzt werden, und die Gruppe deshalb von einem Unheil ins andere gerät.
Schließlich bleiben elf ihrer Gefährten nach einer Bootstour im Dschungel verschwunden. Sie sind am „Ort ohne Namen“ beim Volk der Karen, einer verfolgten Minderheit, und bekommen deren Überlebenskampf hautnah zu spüren, ohne zunächst die Hintergründe zu verstehen.
Das Klima, Krankheiten und ungewohnte Nahrung setzen den Amerikanern zu und verschieben vorübergehend ihre Prioritäten.
Schließlich werden sie gefunden und kehren verändert nach Hause zurück.
Und auch Madame Chens Schicksal (Tod) wird am Ende geklärt.

Meinungen aus dem Literaturkreis:

• Am Anfang war die Vielzahl der Figuren verwirrend
• Die zwölf Touristen sind Karikaturen
• Wer mehr über das Land erfahren möchte, sollte das Buch von „George Orwell, Tage in Birma“ lesen
• Der Roman ist vielschichtig: neben dem Reisebericht und Naturbetrachtungen zeigt es die innere Reifung der Protagonisten, die Situation ethnischer Minderheiten sowie die geschichtliche und politische Entwicklung Birmas.
• Am Ende werden die vielen Handlungsstränge zusammengeführt und alle Rätsel gelöst
• Eigentliches Thema ist die Frage nach dem Jenseits, die bereits im Prolog anklingt, sich über die Geistgegenwart Madame Chens, den Namen ihres Ladens „Die Unsterblichen“ und die Nats (Naturgeister) fortsetzt, und am Schluss folgendermaßen beantwortet wird: „Mehr kann ich nicht sagen, denn es sollte ein Geheimnis bleiben, eines, das nie ein Ende findet.“

Zusammenfassung von Brigitta Durnberger

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Literatur TV

schirach_verbrechen

Nach dem Buch Ferdinand von Schirachs – kontrovers diskutiert im Lesekreis vom September 2012 – wurde nun eine sechsteilige Fernsehserie gedreht. Die höchst unterschiedlichen Geschichten stellen detaillierte Konstruktionen der Verbrechen dar, die sich an tatsächlichen Begebenheit orientieren. Es geht nicht um deren Aufklärung durch ermittelnde Polizisten. Im Mittelpunkt steht der Strafverteidiger Friedrich Leonhardt. Sein Interesse besteht darin, die Taten so zu gewichten, dass die Strafe für seinen Mandanten möglichst gering ausfällt.

 

VERBRECHEN nach Ferdinand von Schirach

Die ersten beiden Folgen werden gesendet am Sonntag den 7. 04. 2013,  ab 22:00 Uhr. 

http://verbrechen.zdf.de

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Für Zwischendurch

„Der Turm“ handelt von den letzten Jahren der DDR aus der Sicht von Bildungsbürgern, die ihrem Staat mit skeptischer Distanz gegenüberstehen. Ein ganz andere Sicht vermittelt die Familiengeschichte über mehrere Generationen, verbunden mit Entwicklung und Niedergang der DDR.

abnehemendes Licht

Eugen Ruge
In Zeiten des abnehmenden Lichts. Roman einer Familie
Rowohlt 2011

Die Familie gehört zur „roten Aristokratie“, zu den staatstragenden Kreisen, deren Tradition im antifaschistischen Kampf wurzelt. Die Großeltern, überzeugte Kommunisten, kehren aus dem mexikanischen Exil, um ihren Anteil am Aufbau der neuen Republik zu leisten. Ihr Sohn, ein Opfer Stalins, bleibt trotzdem ein karrierebewußter Vertreter der marxistisch-leninistischen Geschichtswissenschaften. Der unentschlossene Enkel entwickelt zunehmende Distanz zum Staat, letztlich zu jedem politischen Engagement. Neben den eher graumäusigen und bornierten Männern bringen Großmutter und Mutter Farbe in das Familienspektrum – beide versuchen mit großer Energie ihr Leben aktiv und vielfältig zu gestalten, haben jedoch letztlich in der kleinbürgerlichen, männerdominierten Gesellschaft der DDR keine Chance.

Der Roman ist vor kurzem auch als Hörspiel auf CD erschienen.

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