Für Zwischendurch

„Der Turm“ handelt von den letzten Jahren der DDR aus der Sicht von Bildungsbürgern, die ihrem Staat mit skeptischer Distanz gegenüberstehen. Ein ganz andere Sicht vermittelt die Familiengeschichte über mehrere Generationen, verbunden mit Entwicklung und Niedergang der DDR.

abnehemendes Licht

Eugen Ruge
In Zeiten des abnehmenden Lichts. Roman einer Familie
Rowohlt 2011

Die Familie gehört zur „roten Aristokratie“, zu den staatstragenden Kreisen, deren Tradition im antifaschistischen Kampf wurzelt. Die Großeltern, überzeugte Kommunisten, kehren aus dem mexikanischen Exil, um ihren Anteil am Aufbau der neuen Republik zu leisten. Ihr Sohn, ein Opfer Stalins, bleibt trotzdem ein karrierebewußter Vertreter der marxistisch-leninistischen Geschichtswissenschaften. Der unentschlossene Enkel entwickelt zunehmende Distanz zum Staat, letztlich zu jedem politischen Engagement. Neben den eher graumäusigen und bornierten Männern bringen Großmutter und Mutter Farbe in das Familienspektrum – beide versuchen mit großer Energie ihr Leben aktiv und vielfältig zu gestalten, haben jedoch letztlich in der kleinbürgerlichen, männerdominierten Gesellschaft der DDR keine Chance.

Der Roman ist vor kurzem auch als Hörspiel auf CD erschienen.

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