Wir lesen den Deutschen Buchpreis 2019: Jackie Thomae – Brüder

Auch das zweite Buch, das der Literaturkreis Göggingen als Lesekreis des Deutschen Buchpreises lesen und diskutieren durfte, sorgte für eine lebhafte Diskussion unter den Teilnehmer*innen.

Brüder15 Teilnehmer*innen hatten Jackie Thomaes Buch über zwei völlig unterschiedliche Brüder, die nur ihren Vater und ihre Hautfarbe gemeinsam haben, im Vorfeld genau gelesen. In der Folge entspann sich eine Diskussion, die ihren Ausgang in der Frage nahm, wie das literarische Niveau von Thomaes Roman einzuschätzen sei. Uneins waren die Teilnehmer*innen, kritisierten einige doch den sehr leichtgängigen und „flachen“ Stil der Autorin, wohingegen andere Diskutant*innen den Roman genau dafür schätzen.

Unterschiedlich waren auch die Beurteilungen der beiden Hälften des Roman, aus denen Brüder hauptsächlich zusammengesetzt ist. Uneins waren die Leser*innen, ob ihnen nun die erste Hälfte, die die Jugendjahre von Mick, einem Berliner Herumtreiber, beschreibt, besser gefällt, oder doch die zweite Hälfte. In dieser stehen die Erwachsenenjahre von Gabriel, einem in London lebenden Architekten, im Fokus. Über die spannende Konstruktion des Buchs war man sich dann doch wieder recht einig.

Durch die unterschiedlichen Urteile der Teilnehmer*innen wurde auch hier wieder eine lebhafte und reichlich konträre Diskussion ermöglicht . Ähnlich wie die im Monat davor diskutierten Winterbienen von Norbert Scheuer konnte man sich dann doch darauf verständigen, dass der Roman zurecht für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. Eine schöne Diskussion, bei der wir uns ganz herzlich beim Boersenverein und beim Hanser-Verlag für die Bereitstellung der Leseexemplar bedanken möchten!

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