Archiv der Kategorie: Autoren F-J

Siri Hustvedt liest aus „The Blazing World“

Bereits zum dritten Mal besucht die renommierte New Yorker Autorin Siri Hustvedt die Universität Augsburg. Am 8. Juni 2015 liest Hustvedt im KleinenGoldenen Saal der Stadt Augsburg aus ihrem neuen, 2014 erschienenen Roman „The Blazing World“(dt. „Die gleißende Welt“). Die Lesung beginnt um 19.00 Uhr.

Foto:Peter Neidlingen, Uni Augsburg Pressestelle

Siri Hustvedt bei ihrer ersten Lesung an der Universität Augsburg im Jahr 2010.
Foto: Peter Neidlingen, Uni Augsburg Pressestelle

Der Eintritt ist frei. Karten – das Kontingent ist begrenzt! – sind vorab erhältlich
• im Taschenbuchladen Krüger, Färbergässchen 1, 86150 Augsburg, und
• am Lehrstuhl für Amerikanistik der Universität Augsburg, Universitätsstraße 10 (Gebäude D), 86159 Augsburg

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»Erfolg. Drei Jahre Geschichte einer Provinz«

Lion Feuchtwangers Roman, erschienen 1930 eröffnet ein facettenreiches gesellschaftliches Panorama Bayerns in den frühen 1920er Jahren. Feuchtwanger beschreibt die aus den Fugen geratene Zeit der Jahre 1921 bis 1924, die von den Folgen des Ersten Weltkriegs, dem Untergang der Monarchie und dem missglückten Versuch der Räterepublik geprägt ist.
Mehrfach wurde der Roman schon im Literaturkreis angesprochen; das Literaturhaus München widmet ihm nun eine umfangreiche Ausstellung:
Erfolg

 

 

Erfolg. Lion Feuchtwangers Bayern
Die Ausstellung beleuchtet zunächst den biografischen Hintergrund, zeigt Feuchtwangers Arbeitsweise, um dann die Kernthemen des Romans und deren historischen Kontext zu visualisieren. Sichtbar gemacht werden die historischen Bezüge durch zeitgenössische Filme, Fotos, Zeitungen, persönliche Dokumente, historische Objekte. Dadurch soll der ethnologische Blick gezeigt werden, mit dem Feuchtwanger auf die Heimat zurückblickt: Auf sein geliebtes, gehasstes Bayern.

15.10. bis 15.2.2015 Literaturhaus München
http://www.literaturhaus-muenchen.de

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Termine Juni -September 2014

12. Juni 2014     Christoph Poschenrieder “ Der Spiegelkasten“

Spiegelkasten1915 versucht Leutnant Ismar Manneberg, im täglichen Wahnsinn des 1. Weltkriegs nicht verrückt zu werden. Immer wieder fotografiert er einzelne Szenen. 90 Jahre später findet sein Großneffe die alten Bilder und verliert sich in den unscharfen Momentaufnahmen einer grausamen Kriegshölle ..

 

10. Juli 2014    Lion Feuchtwanger  „Die häßliche Herzogin“

Die Meisterin der Intrigen Margarete, Herzogin von Tirol, ist eine wichtige Figur auf dem Schachbrett der europäischen Geschichte. Sicher im Urteil und rasch im Handeln, zwingt sie selbst ihren Gegnern Achtung ab. Doch ihre groteske Hässlichkeit macht sie zum Gespött der Leute. Auf grausame Weise sucht sie zu erlangen, was der Schönheit von selbst zufällt: Macht und Liebe.

dazu ein Ausflugstipp: Die Welt der Margarete von Tirol entfaltet sich in der Bayerischen Landesausstellung 2014 in Regensburg:

02-startseite

http://www.hdbg.de/ludwig-der-bayer/

 

Dem Schwiegervater Margaretens ist auch der Tag der Mittelalterforschung der Universität Augsburg am 3. Juli 2014 gewidmet: Kaiser Ludwig der Bayer

Programm unter: http://www.presse.uni-augsburg.de/cgi-bin/upi_gettermin.cgi?tid=17008

 

August 2014    Sommerpause

 

TERMINÄNDERUNG

!!! 9. Oktober  2014   Robert Hültner “ Inspektor Kajetan und die Sache Koslowski“

Cover Inspektor Kajetan kehrt zurückIn den Wirren der Räterepublik verschwindet in München der Journalist Meiniger. Nachdem seine Leiche gefunden wird, beginnt Inspektor Kajetan mit höchst gefährlichen Recherchen. Offenbar war Meiniger dabei, die Hintergründe des Attentats auf Kurt Eisner aufzudecken.

 

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Rückblick: Robert Harris, Ghost

von Christine Andrä

 

Was ist das nun für ein Buch – ein Krimi, eine politische Biographie?

Die Situation ist klaustrophobisch: ein ehemaliger Premierminister, umkreist von seinem „Hofstaat“, ist eingesperrt in das futuristische Ferienhaus seines Verlegers um ihm die ausstehenden Memoiren abzuzwingen. Neue Bewegung bringt der Ghostwriter, der ihm unterstützen soll. Dieser, für seine Einfühlung renommierte „Ghost“ macht seinem Beruf alle Ehre: unscheinbar, nahezu ohne eigenes Leben, im Buch sogar ohne Namen. Er erzählt aus seiner Perspektive und verrät dabei viele interessante Details über sein Handwerk. Nach dem zögerlichen Beginn der Geschichte stößt er aber auch eine, im wahrsten Sinne des Wortes fatale Entwicklung an, als er die Grenzen seines Jobs überschreitet und selbständig recherchiert.
Der Umgang mit Daten – verschwundene mails samt gewichtigem Anhang, Kommunikation mit Einweghandys – erschien den Lesern beim Erscheinen des Buchs 2007 wohl etwas krass. Wir wissen es heute besser!

Facit im Lesekreis: keine große Literatur aber spannende Unterhaltung oder ganz im Trend: Gefällt uns!
Besonders gut gefällt aber auch die meisterhaft konzentriert Verfilmung des Buchs von Roman Polanski.

 

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Termine März – Mai 2014

13. März    Robert Seethaler,   Der Trafikant

trafikantDer 17-jährige Franz Huchel verlässt 1937 sein Heimatdorf im Salzkammergut, um in Wien bei einem Trafikanten in die Lehre zu gehen. Seine kindliche Naivität und Unbekümmertheit geht ihm jedoch in den politischen und gesellschaftlichen Wirren der Zeit schnell verloren.

 

 

10. April   Robert Harris,   Ghost

HarrisEin halbes Jahr vor der Veröffentlichung der Memoiren des britischen Ex-Premierministers Adam Lang kommt sein Ghostwriter auf mysteriöse Weise ums Leben. Sein Nachfolger recherchiert auf eigene Faust in der Vergangenheit des Politikers und macht eine brisante Entdeckung….

verfilmt von Roman Polanski, Der Ghostwriter

 

 

TERIMINÄNDERUNG!!!

15. Mai   T.C. Boyle,   Grün ist die Hoffnung

Boyle 2Ein Jahr lang wollen drei schräge Typen in den Bergen nördlich von San Francisco Marihuana anbauen, um endlich ans große Geld zu kommen. Aber die Natur ist widerspenstig und das Leben in der Wildnis sehr strapaziös…

 

 

die britisch-skurille Variante dazu gibt es auf dvd, den Film „Grasgeflüster“

 

 

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Vorschau Dezember 13 – Februar 14

harold fry 12. Dezember    Rachel Joyce, Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

 Das Ehepaar Harold und Maureen Fry lebt nur noch nebeneinander her, bis    Harold spontan zu Fuß zu einer krebskranken Freundin aufbricht, die 600  Kilometer entfernt im Sterben liegt. Diese Pilgerreise mit vielen Begegnungen und Erinnerungen verändert das Paar. 

  suter                 

9. Januar    Martin Suter, Die Zeit, die Zeit 

In der Trauer um seine ermordete Frau kommt der Buchhalter Peter Taler in Kontakt zu seinem ebenfalls verwitweten Nachbarn. Dieser macht ihn zum Komplizen in einem eigenartigen Experiment um die Zeit und die Vergänglichkeit. Philosophischer Thriller.

 

raum113. Februar    Emma Donoghue, Raum 

Der 5-jährige Jack, aus dessen Sicht der Roman erzählt wird, lebt seit seiner Geburt in einem einzigen Raum, zusammen mit seiner ihn über alles liebenden Mutter, die seit 6 Jahren dort festgehalten und missbraucht wird. Als sie fliehen können, ist es zunächst schwer für ihn, sich zurechtzufinden.

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Siri Hustvedt an der Universität Augsburg

Eine wunderbare Ergänzung für den Literaturkreis im Mai!

Gut drei Jahre nach ihrem ersten Besuch  kommt die renommierte amerikanische Schriftstellerin Siri Hustvedt am 10. Mai 2013 bereits zum zweiten Mal als Gast des Lehrstuhls für Amerikanistik (Prof. Dr. Hubert Zapf) und des Elitestudiengangs Ethik der Textkulturen an die Universität Augsburg. 

Die Öffentlichkeit ist sowohl zu einem Vortrag mit dem Titel „Why One Story and Not Another?“ eingeladen, den Siri Hustvedt am Vormittag (Beginn 11.00 Uhr in HS II) halten wird, als auch zu einer Abendveranstaltung (Beginn 19.00 Uhr in HS I), bei der die Schriftstellerin aus ihrem Werk lesen wird. 

Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich.

weitere Informationen siehe: http://www.presse.uni-augsburg.de/de/unipressedienst/2013/april-juni/2013_064

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Vorschau April – Juni

     11. April     

Daniel Kehlmann, Ruhm. Ein Roman in neun  Geschichten.

Aus dem Klappentext:

Ein Mann kauft ein Mobiltelefon und bekommt Anrufe, die einem anderen gelten; nach kurzem Zögern beginnt er ein Spiel mit der fremden Identität. Ein Schauspieler wird von einem Tag auf den nächsten nicht mehr angerufen, als hätte jemand sein Leben an sich gerissen…..

Neun Episoden, die sich nach und nach zu einem romanhaften Gesamtbild ordnen, ein raffiniertes Spiel mit Realität und Fiktionen: ein Spiegelkabinett. Ein Buch über Ruhm und Verschwinden, Wahrheit und Täuschungen – voll unvorhersehbarer Wendungen, komisch und brillant.

 Inzwischen auch als Hörbuch und Film: http://www.youtube.com/watch?v=gmzs6UJWuog

 Wikipedia bietet zum Buch eine ausführliche, ziemlich professionelle Analyse; dabei aber auffallend unkritisch (vom Autor selbst?).

 !!! 16. Mai    Der Sommer ohne Männer

Siri Hustvedt, Der Sommer ohne Männer.

„Eine Weile nachdem er das Wort Pause ausgesprochen hatte, drehte ich durch und landete im Krankenhaus. Die Pause war eine Französin…“ Zur Erholung zieht sich Mia in ihre ländliche Heimatstadt zurück und analysiert die vielfältigen Rollen ihres (weiblichen!) Lebens – geistreich, selbstironisch, witzig.

Auch als Hörbuch erschienen.

13. Juni    Geraldine Brooks: Die Hochzeitsgabe - Rezension Literaturmagazin Lettern.de

Geraldine Brooks, Die Hochzeitsgabe

Im Zentrum des Romans steht eine reich illuminiert jüdische Handschrift des 14. Jhs, die Sarajevo Haggadah. Nach dem Bosnienkrieg wird die renommierte Restauratorin Hanna zu dem kostbaren Buch nach Sarajevo gerufen. Sie entdeckt darin zahlreiche Spuren, die von der Entstehung und Benutzung des Handschrift zeugen. Geraldine Brooks entwickelt daraus  verschiedene Geschichten und verfolgt so den fiktiven Weg der  Handschrift durch die Jahrhunderte. Die Rahmenhandlung dazu bildet Hannas schwierige Familien- und Liebesgeschichte.

 Informationen zur real existierenden Sarajevo Haggadah: http://en.wikipedia.org/wiki/Sarajevo_Haggadah

 Abbildungen der Handschrift: www.talmud.de/sarajevo/

 Zur Rettung der Haggadah während des Bosnienkriegs; ein Fild der BBC von 2012: www.youtube.com/watch?v=9EC6j2dDSJs

 

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Für Zwischendurch…

…oder für diesen seltsamen Zeitraum, genannt Zwischen den Jahren. Bei dieser Gelegenheit: Ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für 2013 wünscht das Team Literaturkreis Göggingen!

Für Zwischendurch gibt es neue Bücher von Autoren, deren Titel wir in den vergangenen Monaten besprochen haben. Keine Fortsetzungen sind zu vermelden, aber doch ähnliche Themen (wieder) zu entdecken, deshalb gilt: Weiter lesen lohnt sich!

melandri hermanson

Eva Melandri: Über Meereshöhe
Die Autorin von „Eva schläft“ beschäftigt sich wieder mit dem Thema Terrorismus in Italien. Es geht auf die ganz persönliche Ebene eines Vaters, der seinen Sohn, den Schwerverbrecher, trotz allem liebt. Er besucht diesen auf einer Gefängnisinsel und begegnet dort einer Frau, die ihren dort ebenfalls eingesperrten Mann aufsucht. Er, gebildet, sie, die einfache Bauersfrau, sind sie durch dieses Schicksal und durch einen Sturm, der sie auf der Insel festhält, an einem Wendepunkt ihres Lebens angelangt. Dieses Buch können Sie in der Stadtteilbücherei ausleihen
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Marie Hermanson: Himmelstal
Spielte „Muschelstrand“ im Norden und am Meer, so geht es nun in die Schweizer Bergwelt. Allerdings in ein Tal, das sich als Schauplatz für mystische Verschleppungen ebenfalls sehr eignen würde…
Daniel und Max sind Zwillinge, aber von Charakter grundverschieden. Sie wurden als Kinder getrennt. Jetzt besucht Daniel aus Schweden Max in einer Klinik im „Himmelstal“ in der Schweiz. Doch dort sind nicht nur das Klinikpersonal, sondern auch die Einwohner im benachbarten Dorf und nicht zuletzt Max selbst äußerst seltsam. Trotzdem lässt sich Daniel auf einen Rollentausch ein und der Roman entwickelt sich zum sehr spannenden Thriller. Dieses Buch können Sie in der Stadtteilbücherei ausleihen sowie als ebook in der eAusleihe .
Wem „Ich.darf.nicht.schlafen“ von Steven J. Watson gefallen hat (das wir nicht im Literaturkreis vorgestellt hatten), der wird auch hier kaum Lesepausen einlegen und weiter lesen und lesen…
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Für Zwischendurch: Film „Ein Geheimnis“

Erinnern Sie sich noch – es war einmal „Ein Geheimnis“ und wurde von einer gewissen Louise verraten… Über selbige Louise wurde im Literaturkreis heftig diskutiert – und aus Interviews mit dem Autor Philippe Grimbert zitiert, die diese Person im ansonsten autobiografischen Inhalt als Dichtung entpuppten. 

 

Jetzt ist die Verfilmung des Romans neu im Bestand der Stadtteilbücherei Göggingen (und demnächst sein neuer Roman).

Entdecken Sie

Farbcodes: Schwarzweiß die Szenen, die in der Gegenwart spielen, in Farbe die Vergangenheit  – wie im Roman, in dem die Gegenwart in der Vergangenheitsform und die Vergangenheit in der Gegenwartsform erzählt wird.

Formidable: Julie Depardieu in der Rolle der Louise, für die sie einen „César“ erhielt. 

Wunderbar: Filmmusik von Zbigniew Preisner

Interessant: Die DVD-Extras mit Making of und Interviews, in denen man dem Autor anmerkt, wie er mit der Sprache spielt: das Schlimmste ist das Verschweigen, das im Französischen gleich lautet wie „töten“ – ‚Ce qui est tue peut tuer‘. Oder angesprochen auf den Körperkult der Eltern assoziiert er „corps“ in der Wortbedeutung „Leiche“.  Sein Ziel war es „Wahrheit anhand der Fiktion herauszufinden“, wobei er ersteres mit ‚Brückenpfeilern‘ vergleicht, denen er als Romancier ‚Rundbogen‘ hinzufügt.

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