Archiv der Kategorie: Autoren U-Z

Termine November 14 – Januar 15

13. November     Julie Otsuka,  Wovon wir träumten

otsuka   Japanische Mädchen wanderten um 1920 nach USA aus, um dort von einem Institut vermittelte Japaner zu heiraten. Die  Träume in ihrem Gepäck mussten einer harten Realität weichen. Bewegende Story über die Erfahrungen als Einwanderer, die in der Internierung nach dem Angriff auf Pearl Harbor endet.

 

11. Dezember      David Wagner, Leben

U1_978-3-498-07371-8.inddEindrucksvoller autobiografischer Bericht über die schwere Krankheit, die das Leben des Autors seit Kindheitstagen überschattete und über die Euphorie des Überlebens nach einer gelungenen Organtransplantation.

 

 8. Januar           Patrick Modiano – Im Café der verlorenen Jugend

Modiano - Café der verlorenen Jugend

 

 

 

 

Im Paris der 1960er-Jahre trafen sich die Mittzwanziger im Café Le Condé und rauchten, tranken, ließen sich treiben. Auch die junge Louki hat dort einen Flucht- und Bezugspunkt gefunden.

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Rückschau DAS LÄSST SICH ÄNDERN von Birgit Vanderbeke

Buchbesprechung: Petra Franek

Die namenlose Ich – Erzählerin, eine Tochter aus gutsituiertem Hause verliebt sich – entgegen dem Gutheißen ihrer Eltern – in Adam.

Wenn Adam, ein Handwerker, „mal“ spricht, dann meist mit den Worten Rio Reisers. Er ist ein Fan der Politrockband „Ton, Steine, Scherben“ (http://de.wikepedia.org/wiki/Ton_Steine_Scherben“).

Die Eltern der Ich-Erzählerin haben zwar Berthold Brecht im Bücherregal stehen „aber wenn die eigene Tochter einem solche Leute wie Adam Czupek ins Haus schleppt, merkt man das Kultur etwas anderes ist als das wirkliche Leben“ (S.12).

Nichts desto trotz werden sie in den 80ziger Jahren Großeltern von zwei Kindern.

Auf rund 150 Seiten erzählt Birgit Vanderbeke in wunderbar lakonischer Ausdrucksweise von Freundschaft und Solidarität. Die Autorin verbindet in vergnüglicher Form Zeitgeschichte mit der Sehnsucht nach einem einfachen, naturnahen und sinnhaften Leben.

Eine kurzweilige Lektüre. Flott, heiter und zuversichtlich !

Auf diesem Wege verabschiede ich mich nach rund zweieinhalb Jahren von meiner Tätigkeit als Moderatorin und „Nachlesen“ schreibende Teilnehmerin des Gögginger Literaturkreises. Die Erfahrungen, dass Lesen und der Austausch darüber wunderbar sind, teile ich weiterhin sehr gerne mit Ihnen. Oder mit den Worten von „Ton, Steine,Scherben“: „Reißen wir die Mauern ein, die uns trennen. Kommt zusammen, Leute. Lernt euch kennen.“ (aus: Keine Macht für niemand)

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Vorschau September – November 13

12. September   Sybille Lewitscharoff,  Apostoloff

Zwei Schwestern auf der Reise durch Bulgarien, der Heimat ihres lang verstorbenen Vaters. Von der Rückbank des klapprigen Autos kommentiert die jüngere der beiden scharfzüngig Gegenwart und Vergangenheit, bitterböse und mit virtuosem Sprachwitz.

Gibt es auch als audio-book, gelesen von der Autorin.

                         10. Oktober        Bruni Prasske, Immer noch träume ich von Deutschland. Reise in ein Leben zwischen Deutschland und Vietnam 

Eigentlich sucht Bruni Prasske nur einen ortskundigen Stadtführer in Saigon. Doch stattdessen trifft sie Dien, den Rollstuhlfahrer mit dem Jackie-Chan-Charme, dem umwerfenden Lächeln – und den perfekten Deutschkenntnissen! Sein Schicksal als vietnamesisches Kriegskind, das in Hamburg aufwuchs und nach Jahren zurückmusste in eine Heimat, die keine mehr war, lässt sie nicht mehr los. Die beiden beschließen gemeinsam zu reisen: Es ist ein abenteuerlicher Trip, und die beiden ungleichen Weggefährten kommen sich näher … (Klappentext)

Das Buch ist 2011 unter dem Titel „Heimat ist ein fremdes Land“ als Taschenbuch erschienen

 

vanderbeke14. November     Birgit Vanderbeke, Das lässt sich ändern

Die Botschaft in Birgit Vanderbekes Roman  „Das lässt sich ändern“ ist so simpel wie optimistisch: Wenn man nur will und sich traut, ist alles möglich! Die Autorin entwirft in lakonischem Erzählton den Traum von einem besseren Leben, der ansteckend wirkt.  (Manuela Reichart, deutschlandradio kultur)

 

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Januar-März in der Übersicht

tellkamptanwaberer

10. Januar Keto von Waberer, Seltsame Vögel fliegen vorbei

14. Februar Uwe Tellkamp, Der Turm

14. März Amy Tan, Der Geist der Madame Chen

Außerdem wurde ein wie das Buch von Amy Tan ebenfalls in Burma spielender Titel empfohlen:

Jan-Philipp Sendker: Das Herzenhören

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Vorschau auf Januar 2013

waberer Der Literaturkreis startet am Donnerstag, den 10. Januar, ins neue Jahr. Wir werfen einen Blick in die Kindheit der Autorin Keto von Waberer, ins Augsburg der 50er, 60er Jahre im bürgerlichen Milieu – auch wenn das Wort Augsburg im gesamten Buch „Seltsame Vögel fliegen vorbei“ nicht explizit fällt.

 

 

Weitere Infos:
Rezension auf perlentaucher.de
Artikel in der Augsburger Allgemeinen
Podcast vom Bayerischen Fernsehen

 

 

 

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Vorschau auf April: Der Liebeswunsch

Am 12. April besprechen wir den Roman Der Liebeswunsch von Dieter Wellershoff. Liebeswünsche des einen sind nicht immer kompatibel mit denen des anderen – und die Komplexität der Wünsche im Roman spielt sich in einem Viereck zwischen Freundschaftsritualen und Ehealltag ab: Marlene verlässt Leonhard und heiratet dessen Freund, während Leonhard die viel jüngere Studentin Anja ehelicht. Auf Grundlage des Romans ist ein Film mit Tobias Moretti, Jessica Schwarz, Ulrich Thomsen und Barbara Auer entstanden, der an diesem Mittwoch, 14. März, um 20.15 Uhr in der ARD läuft, quasi pünktlich zur Vorbereitung des nächsten Literaturkreistreffens.

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Rückschau auf Jeannette Walls: Schloß aus Glas

Schloss aus Glas oder „Warum wollten sie Kinder ?“

Mit den Fragen „Will ich wirklich ein Kind ? Von guten Gründen und verborgenen Wünschen“ (Titel des gleichnamigen Buches von Christiane Röhrbein) oder „Warum wollen Menschen Kinder ?“ wurde der Literaturgesprächsabend eröffnet.
Denn: Das autobiographische Erstlingswerk „Schloss aus Glas“ von Jeannette Walls beschreibt Eltern, die die Grundbedürfnisse ihrer vier Kinder nicht ausreichend befriedigen.

Die Eltern:
Rose Mary, die Mutter der Autorin: Eine ausgebildete Lehrerin, die jedoch am liebsten Bilder malt und ihren Kindern einen leeren Kühlschrank zum Essen anbietet. Ihren Beruf übt sie – wenn überhaupt – nur äußerst temporär und verantwortungslos aus.

Rex, der Vater: Ein notorischer Säufer, der kontinuierlich seine Jobs verliert und seiner Lieblingstochter Jeanette die Venus am Sternenhimmel zum Geburtstag schenkt. Ein Besserwisser.

Ihren Kindern muten sie einen ständigen Ortswechsel zu, da Rosy und Rex am liebsten „on the road“ (oder auf der Flucht ?) sind.

Parallelen zu zwei bereits besprochenen Büchern – „Das verborgene Wort“ von Ulla Hahn und „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“ von Alina Bronski – traten auf. Wie schafften es die jeweiligen „Hauptfiguren“ ihre psychische und physische Gesundheit unter miserabelsten Bedingungen zu erhalten ? Welche Einflüsse trugen zu deren R e s i l i e n z bei ?
Die schulische Umgebung der vier Kinder, eine aktive Einstellung zu Problemen, deren Zusammenhalt und Überlebenswille standen zur Diskussion. Und: Eltern, die Bildung nicht als Mittel zum Zweck betrachten. 

Resümee:
„Schloss aus Glas“, eine unglaubliche, unglaublich erschreckende, faszinierende und erschütternde Lebensgeschichte, für die sich die Autorin keinesfalls schämen sollte.

Von Petra Franek

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