Archiv der Kategorie: Für Zwischendurch

Für Zwischendurch: „Tage in Burma“

OrwellGeorge Orwell, Tage in Burma

Lange vor dem „Geist der Madame Chen“ samt seiner amerikanischen Reisegefährten, war George Orwell schon in Burma.

Er diente in den 1920iger Jahre dort bei der Indian Imperial Police und entwickelte eine kritische Haltung zum britischen Kolonialismus, die er 1934 in seinem Roman veröffentlichte. Seine Beschreibung von Land und Leuten aber gilt bis heute als zeitlos gültig.

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Für Zwischendurch

„Der Turm“ handelt von den letzten Jahren der DDR aus der Sicht von Bildungsbürgern, die ihrem Staat mit skeptischer Distanz gegenüberstehen. Ein ganz andere Sicht vermittelt die Familiengeschichte über mehrere Generationen, verbunden mit Entwicklung und Niedergang der DDR.

abnehemendes Licht

Eugen Ruge
In Zeiten des abnehmenden Lichts. Roman einer Familie
Rowohlt 2011

Die Familie gehört zur „roten Aristokratie“, zu den staatstragenden Kreisen, deren Tradition im antifaschistischen Kampf wurzelt. Die Großeltern, überzeugte Kommunisten, kehren aus dem mexikanischen Exil, um ihren Anteil am Aufbau der neuen Republik zu leisten. Ihr Sohn, ein Opfer Stalins, bleibt trotzdem ein karrierebewußter Vertreter der marxistisch-leninistischen Geschichtswissenschaften. Der unentschlossene Enkel entwickelt zunehmende Distanz zum Staat, letztlich zu jedem politischen Engagement. Neben den eher graumäusigen und bornierten Männern bringen Großmutter und Mutter Farbe in das Familienspektrum – beide versuchen mit großer Energie ihr Leben aktiv und vielfältig zu gestalten, haben jedoch letztlich in der kleinbürgerlichen, männerdominierten Gesellschaft der DDR keine Chance.

Der Roman ist vor kurzem auch als Hörspiel auf CD erschienen.

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Für Zwischendurch…

…oder für diesen seltsamen Zeitraum, genannt Zwischen den Jahren. Bei dieser Gelegenheit: Ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für 2013 wünscht das Team Literaturkreis Göggingen!

Für Zwischendurch gibt es neue Bücher von Autoren, deren Titel wir in den vergangenen Monaten besprochen haben. Keine Fortsetzungen sind zu vermelden, aber doch ähnliche Themen (wieder) zu entdecken, deshalb gilt: Weiter lesen lohnt sich!

melandri hermanson

Eva Melandri: Über Meereshöhe
Die Autorin von „Eva schläft“ beschäftigt sich wieder mit dem Thema Terrorismus in Italien. Es geht auf die ganz persönliche Ebene eines Vaters, der seinen Sohn, den Schwerverbrecher, trotz allem liebt. Er besucht diesen auf einer Gefängnisinsel und begegnet dort einer Frau, die ihren dort ebenfalls eingesperrten Mann aufsucht. Er, gebildet, sie, die einfache Bauersfrau, sind sie durch dieses Schicksal und durch einen Sturm, der sie auf der Insel festhält, an einem Wendepunkt ihres Lebens angelangt. Dieses Buch können Sie in der Stadtteilbücherei ausleihen
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Marie Hermanson: Himmelstal
Spielte „Muschelstrand“ im Norden und am Meer, so geht es nun in die Schweizer Bergwelt. Allerdings in ein Tal, das sich als Schauplatz für mystische Verschleppungen ebenfalls sehr eignen würde…
Daniel und Max sind Zwillinge, aber von Charakter grundverschieden. Sie wurden als Kinder getrennt. Jetzt besucht Daniel aus Schweden Max in einer Klinik im „Himmelstal“ in der Schweiz. Doch dort sind nicht nur das Klinikpersonal, sondern auch die Einwohner im benachbarten Dorf und nicht zuletzt Max selbst äußerst seltsam. Trotzdem lässt sich Daniel auf einen Rollentausch ein und der Roman entwickelt sich zum sehr spannenden Thriller. Dieses Buch können Sie in der Stadtteilbücherei ausleihen sowie als ebook in der eAusleihe .
Wem „Ich.darf.nicht.schlafen“ von Steven J. Watson gefallen hat (das wir nicht im Literaturkreis vorgestellt hatten), der wird auch hier kaum Lesepausen einlegen und weiter lesen und lesen…
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Eingeordnet unter Autoren F-J, Autoren K-O, Für Zwischendurch

Für Zwischendurch: Film „Ein Geheimnis“

Erinnern Sie sich noch – es war einmal „Ein Geheimnis“ und wurde von einer gewissen Louise verraten… Über selbige Louise wurde im Literaturkreis heftig diskutiert – und aus Interviews mit dem Autor Philippe Grimbert zitiert, die diese Person im ansonsten autobiografischen Inhalt als Dichtung entpuppten. 

 

Jetzt ist die Verfilmung des Romans neu im Bestand der Stadtteilbücherei Göggingen (und demnächst sein neuer Roman).

Entdecken Sie

Farbcodes: Schwarzweiß die Szenen, die in der Gegenwart spielen, in Farbe die Vergangenheit  – wie im Roman, in dem die Gegenwart in der Vergangenheitsform und die Vergangenheit in der Gegenwartsform erzählt wird.

Formidable: Julie Depardieu in der Rolle der Louise, für die sie einen „César“ erhielt. 

Wunderbar: Filmmusik von Zbigniew Preisner

Interessant: Die DVD-Extras mit Making of und Interviews, in denen man dem Autor anmerkt, wie er mit der Sprache spielt: das Schlimmste ist das Verschweigen, das im Französischen gleich lautet wie „töten“ – ‚Ce qui est tue peut tuer‘. Oder angesprochen auf den Körperkult der Eltern assoziiert er „corps“ in der Wortbedeutung „Leiche“.  Sein Ziel war es „Wahrheit anhand der Fiktion herauszufinden“, wobei er ersteres mit ‚Brückenpfeilern‘ vergleicht, denen er als Romancier ‚Rundbogen‘ hinzufügt.

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Für Zwischendurch: Best of 2011

Hier kommen die Ausleihrenner der Stadtteilbücherei Göggingen im Romanbereich 2011 – nicht als Top Ten Liste, sondern die Top Fifteen mit bis zu 18 Ausleihen im Jahr als kleine Geschichte. Erkennen Sie die Buchtitel? Ein Titel davon dürfte den Literaturkreisteilnehmern besonders bekannt vorkommen. Wer beim nächsten Literaturkreis am 8. März die richtigen Titel rät, nimmt an der Verlosung eines kleinen Preises teil.

Dreizehn Stunden dauerte das Richterspiel schon. Und die Frage „Lügst du noch oder liebst du schon?“ war immer noch nicht beantwortet. Die Krabbe saß im Alpenstüberl am Rande der Skisprungschanze und schenkte sich missmutig ein weiteres Glas Rotwein ein. „Hochsaison. Pah, das stelle ich mir definitiv anders vor als mit diesem Dezembersturm“. Sein Blick richtete sich wieder auf die Schlagzeile vor ihm: „Das große Glück kommt nie allein“.  Genau, daran sollte sich der vorsitzende Richter erinnern. Wenn der wüsste, dass die große Liebe auch den Tod in Garmisch mit sich brachte. Er, die Krabbe, würde ihm den großen Juristencoup gründlich verderben – er freute sich schon darauf, sein Leben in vollen Zügen zu genießen. Mit Janine, im Tal der Zitronenbäume, einen Grand Cru in der Hand. Sein Handy vibrierte. Eine Nachricht: „Pass auf, die Perspektive des Gärtners ändert alles.“ Was um Himmels willen hatte der geheimnislose Junge damit zu tun? Was würde er aussagen? War der nicht vom Garten in die Küche eines Fünfsternehotels in Berlin gewechselt und schnippelte die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche? Aber man hatte schon Feigen in Detroit wachsen sehen.  „Glück kommt selten allein…“ Sollte dies auch für ihn gelten? Mit großem Knall flog die Tür auf, er griff sich an die Brust und das Fenster nach innen öffnete sich…

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Für Zwischendurch

„Seit Tausenden von Jahren donnert der Atlantische Ozean an den Strand meiner Kindheit. Seine wässrigen Finger stehlen immer mehr von dem weichen Schwemmsand, greifen in die Flussmündungen und in die Priele des South Carolina Low-country, und zurück bleiben die Trümmer alter Wälder, zerschlagene Dünen und ausgewaschenes Land. Aber die Küste bleibt bestehen. Der Sand selbst legt Zeugnis von ihrem Überleben ab – Reste von Felsen, zu Sandkörnern zermahlen. Und so wie die Küste behauptet sich unsere Familie seit Generationen auf einem Stück Land nahe des Meeres.“ Soweit eine Leseprobe aus dem Buch „Meerschwestern“ von Karen White.

Wie bei John von Düffel spielt das Element Wasser, das Meer, das Segeln, eine große Rolle in der Geschichte um Marnie. Der Exmann ihrer Schwester bittet sie, ihrem Neffen zu helfen, die Sprache wiederzufinden, denn seit einem Segelunfall schweigt er hartnäckig. Ein schöner Roman für zwischendurch rund um Familiengeheimnisse, Künstlerschicksale und schwierige Schwesternbeziehungen.

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Eingeordnet unter Autoren U-Z, Für Zwischendurch

Für Zwischendurch

Als Bibliothekarin empfiehlt man ja kreuz und quer durch’s Genrebeet. Krimis sind in der Bücherei oft Selbstläufer oder aber die Kategorie von Buch, die auch die professionelle Leserin nicht mit Rezensions- oder Empfehlungsabsicht (also quasi dem Leser/der Leserin schon im Hinterkopf) liest, sondern einfach nur zum Entspannen.

Heute also für Zwischendurch eine Krimiempfehlung – es handelt sich um den vierten Band der Dr. Siri-Reihe von Colin Cotterill: „Briefe an einen Blinden“. Diesen kann man auch unabhängig lesen und ich habe ihn auf dringende Empfehlung einer Leserin (auch so herum funktioniert das „Wem dies gefällt, könnte auch das gefallen-Prinzip“) in die Hand genommen und mich bei „Dr. Siris real existierendem Humorismus“ prächtig amüsiert. Diesen trefflichen Begriff habe ich auf der Seite www.krimi-couch.de (sehr zu empfehlen und gut durchsuchbar nach Autoren, Regionen und Themen) gefunden.

Mehr zu diesem Buch, dem Autor und der Krimireihe

**In der Kategorie „Für Zwischendurch“ finden Sie immer mal wieder Tipps zum Sehen, Hören, Lesen – zum allein genießen, es wird ja nicht alles im Literaturkreis thematisiert…***

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Eingeordnet unter Autoren A-E, Für Zwischendurch