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Neue Literaturkreisbücher Dezember – März 2020

Nun stehen sie fest, die Bücher, die im Dezember bis zum März. Es sind folgende Titel:

Dezember – 12.12.2019

Saša Stanišić – Wie der Soldat das Grammofon repariert

StanisicAls der Bürgerkrieg in den 90er Jahren Bosnien heimsucht, flieht der junge Aleksandar mit seinen Eltern in den Westen. Rastlos neugierig erobert er sich das fremde Deutschland und erzählt mit unbändiger Lust die irrwitzigen Geschichten von damals, von der großen Familie und den kuriosen Begebenheiten im kleinen Višegrad. Aleksandar fabuliert sich die Angst weg und „Die Zeit, als alles gut war“ wieder herbei.

 

 

Januar – 16.01.2020

Erik Fosnes Hansen – Choral am Ende der Reise

HansenDie Geschichte beginnt am 10. April 1912.
An diesem Tag gehen im englischen Southhampton sieben Musiker an Bord der Titanic, die auf ihrer fünftägigen Jungfernfahrt mehr als zweitausend Menschen nach New York bringen soll. Sie sind für die musikalische Unterhaltung zuständig. In den fünf Tagen, die ihnen noch an Bord verbleiben, lernt man ihre höchst unterschiedlichen Lebensgeschichten kennen – fiktive Biografien voller Hoffnungen und Niederlagen, voller Leidenschaft und Verzweiflung.

 

 

Februar – 13.02.2020

Kent Haruf – Unsere Seelen bei Nacht

HarufHolt, eine Kleinstadt in Colorado. Eines Tages klingelt Addie, eine Witwe von 70 Jahren, bei ihrem Nachbarn Louis. Sie macht ihm einen ungewöhnlichen Vorschlag: Ob er nicht ab und zu bei ihr übernachten möchte. Louis lässt sich darauf ein. Und so liegen sie Nacht für Nacht nebeneinander und erzählen sich ihre Leben. Doch ihre Beziehung sorgt für Aufsehen in dem Städtchen.

 

 

März – 12.03.2020

Celeste Ng – Was ich euch nicht erzählte

Ng»Lydia ist tot.« Der erste Satz, ein Schlag, eine Katastrophe. Am Morgen des 3. Mai 1977 erscheint sie nicht zum Frühstück. Am folgenden Tag findet die Polizei Lydias Leiche. Mord oder Selbstmord? Die Lieblingstochter von James und Marilyn Lee war ein ruhiges, strebsames und intelligentes Mädchen. Für den älteren Bruder Nathan steht fest, dass Jack an Lydias Tod Schuld hat. Marilyn, die ehrgeizige Mutter, geht manisch auf Spurensuche. James Lee, Sohn chinesischer Einwanderer, bricht vor Trauer um die Tochter das Herz. Allein die stille Hannah ahnt etwas von den Problemen der großen Schwester. Was bedeutet es, sein Leben in die Hand zu nehmen? Welche Kraft hat all das Ungesagte, das Menschen oft in einem inneren Abgrund gefangen hält? Nur der Leser erfährt am Ende, was sich in jener Nacht wirklich ereignet hat.

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Norbert Scheuer – Winterbienen

Erster Einsatz für den Literaturkreis Göggingen. Im Rahmen des Buchpreises las der Buchpreis-Lesekreis Norbert Scheuers Winterbienen. Steht das Buch zurecht auf der Longlist? Hat Scheuers Roman Chancen auf den Titelgewinn? Und wie gelungen ist das Buch? All diese Fragen standen im Mittelpunkt des Treffens im Oktober.


Scheuers Buch spielt – wie auch seine anderen Romane – in der Eifel, in der er selbst wScheuerohnt. Er geht zurück ins Jahr 1944 und erzählt die Geschichte von Egidius Arimond. Dieser lebt in seinem Häuschen in der Eifel, während sein Bruder als Fliegerheld an der Front seinen Dienst versieht. Arimond hat ein Geheimnis: der ehemalige Volksschullehrer leidet an Epilepsie, was ihn eigentlich zu einem Kandidaten fürs KZ machen würde. Doch Arimond ist geschickt im Verstellen und Verstecken. Davon profitieren auch zahlreiche Flüchtlinge, die er in Bienenstöcken versteckt über die Grenze nach Belgien schmuggelt. Mit dem Geld aus dem Schmuggel finanziert er sich seine Epilepsie-Medikamente.

Die Mitglieder des Literaturkreises waren einhellig voll des Lobes für Scheuers Buch. Nur einzig kleinere Kritikpunkte ergaben sich im Lauf der Diskussion. So ging für ein paar Leserinnen die Konstruktion des Buchs und die gewählte Erzählweise nicht ganz auf.

Aber der ruhige Aufbau des Buchs, der zusehends an Fahrt gewinnt, die Plastizität der Figuren und die Sprache, die Scheuer für seine Geschichte findet, all das waren Punkte, die auf viel Wohlwollen stießen. Auch die Metapher der Winterbienen für den Kampf ums Überleben waren für die Lesekreismitglieder ein starkes Bild.

Die große Frage, ob Norbert Scheuer mit diesem Buch den Deutschen Buchpreis erringen könnte, wurde etwas unschlüssig beantwortet. Ist Scheuers Buch vielleicht zu unterhaltsam, durch die Verengung auf einen Erzähler nicht zu unterkomplex, um als große und preiswürdige Literatur zu gelten?

Doch auch ohne den möglichen Gewinn des Deutschen Buchpreises stand für die Mitglieder des Kreises fest: Winterbienen bietet gute und eindringliche Literatur, die die Schrecken des Zweiten Weltkriegs eindringlich noch einmal heraufbeschwört.

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Was wir lesen

Nun steht endlich fest, welche Titel der Literaturkreis Göggingen besprechen wird. Es handelt sich um folgende beiden Bücher, die im Oktober und November gelesen werden (und die beide auf der heute veröffentlichten Shortlist des Preises stehen):

10. Oktober, 19:30 Uhr

Norbert Scheuer – Winterbienen

Scheuer

Januar 1944: Während über der Eifel britische und amerikanische Bomber kreisen, gerät der wegen seiner Epilepsie nicht wehrtaugliche Egidius Arimond in höchste Gefahr. Er bringt nicht nur als Fluchthelfer jüdische Flüchtlinge in präparierten Bienenstöcken über die Grenze, er verstrickt sich auch in Frauengeschichten.

Mit großer Intensität erzählt Norbert Scheuer in „Winterbienen“ einfühlsam, präzise und spannend von einer Welt, die geprägt ist von Zerstörung und dem Wunsch nach einer friedlichen Zukunft.

14. November, 19:30 Uhr

Jackie Thomae – Brüder

BrüderZwei Männer. Zwei Möglichkeiten. Zwei Leben. Jackie Thomae stellt die Frage, wie wir zu den Menschen werden, die wir sind.

Mick, ein charmanter Hasardeur, lebt ein Leben auf dem Beifahrersitz, frei von Verbindlichkeiten. Und er hat Glück – bis ihn die Frau verlässt, die er jahrelang betrogen hat. Gabriel, der seine Eltern nie gekannt hat, ist frei, aus sich zu machen, was er will: einen erfolgreichen Architekten, einen eingefleischten Londoner, einen Familienvater. Doch dann verliert er in einer banalen Situation die Nerven und steht plötzlich als Aggressor da – ein prominenter Mann, der tief fällt. Brüder erzählt von zwei deutschen Männern, geboren im gleichen Jahr, Kinder desselben Vaters, der ihnen nur seine dunkle Haut hinterlassen hat. Die Fragen, die sich ihnen stellen, sind dieselben. Ihre Leben könnten nicht unterschiedlicher sein.

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Wir sind Deutscher-Buchpreis-Lesekreis!

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Große Freude herrscht bei den Teilnehmer*innen des Literaturkreises Göggingen. Denn dieses Jahr wurde der Literaturkreis für eine Kooperation mit dem Deutschen Buchpreis ausgewählt. Als einer von fünf offiziellen Lesekreisen des Deutschen Buchpreises setzen wir uns mit der Longlist des Buchpreises auseinander und werden Titel von dieser Longlist auswählen und besprechen.

Für die Teilnehmer*innen des Literaturkreises ein besonderer Grund zur Freude. Schon in der Vergangenheit diskutierte der Literaturkreis über Titel der Long- und Shortlist, darunter etwa Ursula Krechels „Landgericht“ oder Thomas Hettches „Pfaueninsel“.

Der Literaturkreis trifft sich einmal im Monat, und zwar immer am zweiten Donnerstag des Monats. Dann wird ab 19:30 Uhr in den Räumen des Alten Rathauses in Göggingen über ein zuvor ausgewähltes Buch diskutiert. Neue Interessierte sind immer gerne willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos, Veranstalter sind die Buchhandlung Pfiffigunde sowie die Stadtteilbücherei Göggingen.

Literaturkreis Göggingen

Der Literaturkreis Göggingen

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Terminverschiebung im August

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Achtung! Aufgrund des Hohen Friedensfestes am 08.08.2019 findet der Literaturkreis Göggingen diesmal schon einen Tag vorher, nämlich am 07.08.2019 statt. Beginn ist wie gewohnt um 19:30 Uhr. Gelesen wird diesmal Der Lärm der Zeit von Julian Barnes.

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Von Bärten, Träumen und Kiefern

Sehr gespalten war die Kritik für das neue Literaturkreisbuch im Juli, das diesmal von der Lyrikerin und Autorin Marion Poschmann stammte.

Die Kieferninseln hatten es schon auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises und ebenfalls auf die Shortlist des internationalen Booker Prizes (diesmal in der englischen Übersetzung) geschafft. Dementsprechend hoch war auch die Erwartungshaltung bei einigen der Lesenden im Literaturkreis.

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Doch die Erwartung wurde bei einigen der Teilnehmer*innen enttäuscht. Von infantil bis „ein Buch, das man nur jemanden schenken sollte, den man langweilen möchte“, reichten die ablehnenden Urteile. Aber auch völlig konträre Meinungen waren zu hören – von einem luziden, witzigen bis rätselhaften Buch reichten die Stimmen. Die Geschichte um einen Bartforscher, der nach einem Albtraum nach Japan flüchtet und dort den Weg eines suizidalen Japaners kreuzt, spaltete die 14 Diskutant*innen.

Eine interessante Debatte entspann sich nun um die Frage, was bei diesem Buch Realität und was denn Traum sei. Die gemeinsame Diskussion führte den Teilnehmer*innen einmal mehr Aspekte des Buchs vor Augen, die ihnen nach eigenem Bekunden bei der alleinigen Lektüre so niemals ins Auge gefallen wären.

Hier zeigte sich einmal mehr die Vorteile einer gemeinsamen Lektüre, der im August dann Julian Barnes Der Lärm der Zeit folgen wird. Aber Achtung: dieser Literaturkreis findet aufgrund des Hohen Augsburger Friedensfestes diesmal schon einen Tag zuvor, nämlich am 07.08.2019 um 19:30 Uhr statt.

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Neue Literaturkreisbücher Oktober-Dezember 2018

Vorhang auf für die neuen Bücher des Literaturkreises Göggingen! Über diese Titel diskutieren wir im vierten Quartal 2018.

 

11.10.2018 – 19:30 Uhr

Nino Haratischwili – Mein sanfter Zwilling

Haratischwili ZwillingIvo und Stella, Wahlverwandte und Schicksalsgenossen seit frühester Kindheit, sind in leidenschaftlicher Liebe miteinander verbunden. Jeder Versuch, ohne einander zu leben, sich dem Reigen wilder erotischer Begegnungen und hasserfüllter Streits zu entziehen, scheitert. Haratischwilis Roman erzählt die Geschichte dieser fatalen Liebe und enthüllt dabei Schicht für Schicht ein Familiendrama, das Stella und Ivo wie Zwillinge für immer aneinander kettet.

 

 

 

15.11.2018 – 19:30 Uhr

Lily King – Euphoria

EuphoriaNeuguinea, Anfang der dreißiger Jahre: Die amerikanische Ethnologin Nell Stone, bereits in ihrer Jugend berühmt, ist körperlich am Ende, als sie mit ihrem Mann Fen nach langer Feldforschung zu einer Kolonialstation zurückkehrt. Dort begegnen sie Andrew Bankson aus England, auch er Ethnologe, der ihnen eine Zusammenarbeit vorschlägt. Erschöpft von vergeblichen Versuchen, die Stämme am Sepik-Fluss zu erforschen, gelangt das Trio zu den Tam, einem von Frauen dominierten Stamm. Schon bald entwickelt sich zwischen Nell und Andrew mehr als nur eine enge Arbeitsbeziehung. Und je tiefer die Wissenschaftler die ungewöhnlichen Rituale der Tam erforschen, desto deutlicher treten individuelle Wünsche und Interessen hervor. Die Spannungen, denen sie bald ausgesetzt sind, enden dramatisch …

 

13.12.2018 – 19:30 Uhr

Carmine Abate – Der Hügel des Windes

AbateWeithin leuchten die roten Matten des Rossarco, wenn im Frühling der Süßklee blüht und der Wind seinen Duft bis hinunter zum Meer trägt. Ein Paradies auf Erden, Schicksalsort der Bauernfamilie Arcuri, den sie mutig und stur verteidigen: Albertos Sohn Arturo gegen den Großgrundbesitzer Don Lico, der ihn später als faschistischer Podestà in die Verbannung schickt. Seine Frau Lina, die, allein mit zwei Kindern, das Land weiter bewirtschaftet und getreu dem Familienschwur keine Handbreit davon preisgibt. Ihr Sohn Michelangelo, schließlich, wird es mit der Mafia zu tun bekommen, bis er sich gezwungen sieht, sein Kind bei den Turiner Großeltern in Sicherheit zu bringen. Doch auch dieser jüngste Spross der Familie folgt immer wieder dem Ruf des Rossarco, bis er in einer stürmischen Gewitternacht, allein mit seinem Vater in der alten Steinhütte, das Geheimnis lüftet, das der Hügel seit Generationen bewacht

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