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Neue Literaturkreisbücher Oktober-Dezember 2018

Vorhang auf für die neuen Bücher des Literaturkreises Göggingen! Über diese Titel diskutieren wir im vierten Quartal 2018.

 

11.10.2018 – 19:30 Uhr

Nino Haratischwili – Mein sanfter Zwilling

Haratischwili ZwillingIvo und Stella, Wahlverwandte und Schicksalsgenossen seit frühester Kindheit, sind in leidenschaftlicher Liebe miteinander verbunden. Jeder Versuch, ohne einander zu leben, sich dem Reigen wilder erotischer Begegnungen und hasserfüllter Streits zu entziehen, scheitert. Haratischwilis Roman erzählt die Geschichte dieser fatalen Liebe und enthüllt dabei Schicht für Schicht ein Familiendrama, das Stella und Ivo wie Zwillinge für immer aneinander kettet.

 

 

 

15.11.2018 – 19:30 Uhr

Lily King – Euphoria

EuphoriaNeuguinea, Anfang der dreißiger Jahre: Die amerikanische Ethnologin Nell Stone, bereits in ihrer Jugend berühmt, ist körperlich am Ende, als sie mit ihrem Mann Fen nach langer Feldforschung zu einer Kolonialstation zurückkehrt. Dort begegnen sie Andrew Bankson aus England, auch er Ethnologe, der ihnen eine Zusammenarbeit vorschlägt. Erschöpft von vergeblichen Versuchen, die Stämme am Sepik-Fluss zu erforschen, gelangt das Trio zu den Tam, einem von Frauen dominierten Stamm. Schon bald entwickelt sich zwischen Nell und Andrew mehr als nur eine enge Arbeitsbeziehung. Und je tiefer die Wissenschaftler die ungewöhnlichen Rituale der Tam erforschen, desto deutlicher treten individuelle Wünsche und Interessen hervor. Die Spannungen, denen sie bald ausgesetzt sind, enden dramatisch …

 

13.12.2018 – 19:30 Uhr

Carmine Abate – Der Hügel des Windes

AbateWeithin leuchten die roten Matten des Rossarco, wenn im Frühling der Süßklee blüht und der Wind seinen Duft bis hinunter zum Meer trägt. Ein Paradies auf Erden, Schicksalsort der Bauernfamilie Arcuri, den sie mutig und stur verteidigen: Albertos Sohn Arturo gegen den Großgrundbesitzer Don Lico, der ihn später als faschistischer Podestà in die Verbannung schickt. Seine Frau Lina, die, allein mit zwei Kindern, das Land weiter bewirtschaftet und getreu dem Familienschwur keine Handbreit davon preisgibt. Ihr Sohn Michelangelo, schließlich, wird es mit der Mafia zu tun bekommen, bis er sich gezwungen sieht, sein Kind bei den Turiner Großeltern in Sicherheit zu bringen. Doch auch dieser jüngste Spross der Familie folgt immer wieder dem Ruf des Rossarco, bis er in einer stürmischen Gewitternacht, allein mit seinem Vater in der alten Steinhütte, das Geheimnis lüftet, das der Hügel seit Generationen bewacht

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Nachbesprechung: Héctor Abad – La Oculta

AmOculta 09.08 trafen sich bei hochsommerlichen Temperaturen die Mitglieder des Gögginger Literaturkreises, um gedanklich ins nicht minder warme Kolumbien zu reisen.

Dort spielt nämlich die Handlung von Héctor Abads „La Oculta“, das vom titelgebenden Familiensitz und dessen Geschichte erzählt. Drei Geschwister berichten abwechselnd von der wechselvollen Geschichte des Familienstammhauses, das auch stellvertretend für die Geschichte Kolumbiens steht.

Durch die Bank weg gut kam das Buch bei den Diskutantinnen an. Zwar führen Vergleiche wie mit Gabriel Garcia Marquez‘ Jahrhundertepos „Hundert Jahre Einsamkeit“ weit am Ziel vorbei, doch die Erzählweise aus drei Perspektiven wusste zu gefallen.

Im Anschluss wurden drei neue Titel für die letzten drei Monate 2018 gewählt. Am 13.09.2018 folgt dann mit Richard Yates „Zeiten des Aufruhrs“ der nächste Literaturkreis. Alle Interessierten sind recht herzlich dazu eingeladen.

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Wichtiger Hinweis

Um terminliche Unklarheiten zu beseitigen:

Wegen des Feiertags am 10.05.2018 findet der Literaturkreis ausnahmsweise eine Woche später statt. Termin ist somit der 17.05.2018, wie gewohnt um 19:30 Uhr.

Besprochen wird dann das Buch Wasserland von Graham Swift.

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Rückschau: Kazuo Ishiguro – Was vom Tage übrig blieb

Am 11.01.2018 traf sich der Literaturkreis Göggingen zum ersten Mal im neuen Jahr, um über den Roman Was vom Tage übrig blieb von Kazuo Ishiguro zu reden. Erfreulich hierbei, dass der Literaturkreis so gut besucht war, wie selten in den letzten Monaten. Diese Entwicklung darf gerne so weitergehen!

IshiguroInhaltlich wusste das Buch über den Butler Stevens, der Rückschau auf sein Leben hält, mit wenigen Einschränkungen fast durchgängig zu begeistern. Gelobt wurde die raffinierte Verschränkung von Rahmenhandlung und Rückschau, die Verschränkung von politischen und persönlichen Themen sowie die Figurenzeichnung. Als Kritikpunkt wurden Begriffe wie antiquiert und stinklangweilig genannt, wohingegen die emotionale Zurückhaltung des Butlers andere Leserinnen überaus zu faszinierten wusste.

 

Der nächste Literaturkreis findet am Donnerstag, den 08.02.2018 statt. Gesprochen wird dann über den Krimi Der namenlose Tag des Münchner Krimiautors Friedrich Ani.

An jenem Abend werden auch wieder die Literaturkreisbücher für die kommenden drei Monate festgelegt – Tipps sind gerne willkommen!

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Neue Literaturkreisbücher Juli-September

 

Hier sind die kommenden drei Titel, die im Literaturkreis Göggingen besprochen werden:

13.07 – Christian Kracht „Imperium“

ImperiumIn »Imperium« erzählt Christian Kracht eine Aussteigergeschichte in den deutschen Kolonien der Südsee, indem er virtuos und gut gelaunt mit den Formen des historischen Abenteuerromans eines Melville, Joseph Conrad, Robert Louis Stevenson oder Jack London spielt.
Die Welt wollte er retten, eine neue Religion stiften, gar ein eigenes Reich gründen – eine Utopie verwirklichen, die nicht nur ihn selbst, sondern die Menschheit erlöst, fernab der zerstörerischen europäischen Zivilisation, die gerade aufbricht in die Moderne und in die Katastrophen des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Doch in der Abgeschiedenheit der Südsee, in einer Kolonie des wilhelminischen Deutschland, gerät ein von einem vegetarischen Spleen besessener Sonnenanbeter in eine Spirale des Wahnsinns, die die Abgründe des 20. Jahrhunderts ahnungsvoll vorwegnimmt. In seinem vierten Roman zeichnet Christian Kracht die groteske, verlorene Welt von Deutsch-Neuguinea, eine Welt, die dem Untergang geweiht ist und in der sich doch unsere Gegenwart seltsam spiegelt. Zugleich aber ist Christian Krachts »Imperium« eine erstaunliche, immer wieder auch komische Studie über die Zerbrechlichkeit und Vermessenheit menschlichen Handelns.

 

10.08 – Jonas Lüscher „Frühling der Barbaren“

BarbarenDer Schweizer Fabrikerbe Preising wird in einem tunesischen Oasenresort zur Hochzeit reicher, junger Engländer aus der Londoner Finanzwelt eingeladen. Während die Festgesellschaft sich in ihren Betten noch von den Strapazen des ausschweifenden Festes erholt, verkündet England den Staatsbankrott. Und mit gesperrten Kreditkarten, in der Wüste gestrandet, plötzlich überschuldet und arbeitslos geworden, scheint es nur ein kurzer Schritt zurück in die Barbarei. Spannend, klug konstruiert, durchaus auch komisch, mit unvergesslichen Bildern und einer reichen, beweglichen Sprache erzählt, seziert dieses Buch menschliche Schwächen und zielt dabei mitten ins Herz der Gegenwart.

 

14.09 – J. M. Coetzee „Schande“

schandeDavie Lurie, Literaturprofessor in mittleren Jahren und zweimal geschieden, ist in Ungnade gefallen: eine Affäre mit einer seiner Studentinnen ist an die Öffentlichkeit gedrungen. Der peinlichen Befragung entzieht er sich durch ein Schuldbekenntnis. Er quittiert seinen Dienst und verläßt Kapstadt, um für eine Weile zu seiner Tochter aufs Land zu ziehen. Lucy, die keinerlei Ambitionen in der Welt ihres Vaters hat, versucht auf einem entlegenen Stück Land eine kleine Farm aufzubauen. Zunächst scheint es, als könnten der Einfluss Lucys und der natürliche Rhythmus des Farmlebens Davids aus den Fugen geratenem Leben neuen Halt geben, doch dann werden Vater und Tochter Opfer eines brutalen Überfalls, in dessen Folge der grundlegende existentielle Konflikt zwischen beiden offen zutage tritt.

Beginn aller Veranstaltungen wie gewohnt um 19:30 Uhr im Bürgermeisterzimmer der Stadtteilbücherei Göggingen.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

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Rückblick – Blasmusikpop

Am Donnerstag Abend, den 09.02 traf sich der Literaturkreis Göggingen, um in der Runde den Debütroman Blasmusikpop der österreichischen Autorin Vea Kaiser zu lesen.

blasmusikpopDas Debüt wurde überwiegend als unterhaltsam und lustig beurteilt und fand eine gute Resonanz im Kreis. Das Buch wurde als Melange aus Heimat- und Entwicklungsroman bezeichnet, ebenso stellt Blasmusikpop die Dorfchronik des fiktiven und satirisch überzeichneten Bergdörfchens Sankt Peter am Anger da.

Eine Teilnehmerin sah in der Autorin eine schlechte Ludwig-Thoma-Epigonin, eine andere Teilnehmerin sah darin wiederum eine treffliche Parodie der bayerischen und österreichischen Einwohner.

 

Der nächste Literaturkreis findet am  09.03.2017 wie gewohnt um 19:30 statt. Diesmal dreht sich alles um Ian McEwans Kindeswohl.

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Literaturkreistermine 1. Quartal 2017

Ehe am 15.12.2016 mit Benedict Wells Fast genial der letzte Literaturkreis des Jahres 2016 stattfindet gibt es hier schon wieder die neuen Termine für das Jahr 2017:

 

lachsfischen12.01.2017, 19:30 Uhr

Paul Torday – Lachsfischen im Jemen

Alfred Jones, ein schüchterner Wissenschaftler und Experte in Sachen Lachs- und Forellenzucht, steht vor einer unlösbaren Aufgabe: Für einen steinreichen Scheich soll er in dessen Heimat, ausgerechnet im Wüstenstaat Jemen, eine Lachsfarm anlegen. Sofort mischt sich Englands profilneurotischer Premierminister ein, der in Jones‘ Vorhaben eine Möglichkeit sieht, die Medien von den unerfreulichen Nachrichten aus dem Nahen Osten abzulenken.

 

 

blasmusikpop09.02.2017, 19:30 Uhr

Vea Kaiser – Blasmusikpop

Ein 14,8 Meter langer Fischbandwurm, eine Seifenkiste mit Kurs auf den Mond, ein ungeahnt attraktiver Mönch im Jaguar, ein fallender Engel, eine schwangere Dorfprinzessin, eine altphilologische Geheimgesellschaft, eine nordic-walkende Mütterrunde, ein Jungfußballer mit dem Herz am rechten Fleck, eine sinistre Verschwörung der Dorfältesten sowie jede Menge poppige Blasmusik gehören zum unvergesslichen Mikrokosmos dieses Romans, der durch seine Hingabe an leuchtende Details und skurrile Begebenheiten, durch seinen erzählerischen Furor und seine Vielstimmigkeit besticht

 

kindeswohl09.03.2017, 19:30 Uhr

Ian McEwan – Kindeswohl

Scheidungen, Sorgerecht, Fragen des Kindeswohls – das ist das Spezialgebiet der Richterin Fiona Maye. In ihrer eigenen, kinderlosen Ehe ist sie seit über dreißig Jahren glücklich. Bis zu dem Tag, als ihr Mann ihr einen schockierenden Vorschlag unterbreitet und ihr ein dringlicher Gerichtsfall vorgelegt wird, in dem es für einen 17-jährigen Jungen um Leben und Tod geht.

 

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